Das Lernphänomen

Montag, 11. Februar 2008
Das kennt ihr bestimmt auch alle: Man muss lernen, weil die nächste Prüfung ansteht, doch statt sich hinzusetzen und das ganze möglichst kurz und schmerzlos hinter sich zu bringen lenkt man sich mit allen möglichen Sachen ab und freut sich ungemein, wenn das Telefon klingt oder der Instant Messenger plötzlich aufpoppt. Aber wenn keine Ablenkung von außen zu einem durchdringt, dann kann man sich auch sehr gut selbst ablenken, gerade wenn man - so wie ich - mit Laptop lernt oder lernen muss und der Weg ins Internet nur einen Klick weit entfernt ist.

In einem früheren Stadium der Lernverweigerung, wenn der Klausur- oder Prüfungstermin noch mehrere Wochen in der Zukunft liegt, gibt es aber noch andere Strategien, die einem anderen, nicht so kurzweilig motiviertem psychologischen Muster folgen. Was ich damit meine? Man verdrängt die Lernbürde mit augenscheinlich nützlichen Taten, wie zum Beispiel dem Putzen, Aufräumen oder dem Lernen von anderen Dingen, die eigentlich gar nicht anstehen. Und warum tut man dies? Ganz einfach, um das Gewissen zu beruhigen. Man hat zwar nicht gelernt, aber man hat auch nichts Unnützes gemacht. Gar nicht auszudenken, was das eigene Gewissen von uns halten würde, wenn wir statt zu lernen fernsehen würden oder ins Kino gehen. Das geht ja wohl überhaupt nicht! Diese nutzlosen, schönen Dinge tragen überhaupt nicht zum Lernerfolg bei und so straft uns unser eingebauter Moralapostel mit einem unangenehmen, beklemmenden Gefühl das uns sofort mental Richtung Schreibtisch zieht, wenn wir während der erweiterten Lernphase auch nur ein Fünkchen Spaß haben. Innerhalb der heißen Lernphase ist an jegliche Unterhaltung überhaupt nicht zu denken und wird mitunter mit körperlichen Sanktionen, wie etwa Übelkeit oder dem Gefühl auf unglaublich warmen Kohlen zu sitzen bestraft.

Das Fazit ist also, man führt sich selber an der Nase herum und beruhigt sein Gewissen mit fadenscheinig Nützlichem. Und das funktioniert ganz gut. So kann ich sogar, obwohl ich morgen meine (hoffentlich) letzte Klausur schreibe diesen Blog-Eintrag fertig stellen, ohne auch nur einen Hauch von Selbstzweifel. Ob das daran liegt, dass ich mich so gut vorbereitet fühle oder die Nützlichkeit dieses Textes so hoch ist, dass mein Gewissen dies als Lernausrede akzeptiert? Keine Ahnung. Vielleicht kann mein Gewissen gar nicht lesen und weiß somit gar nicht, dass das was ich hier schreibe gar nicht nützlich ist. HA! Ausgetrickst ;-)

Wie auch immer, wünscht mir einfach Glück für morgen und lernt schön!

Warum sind so viele Menschen eigentlich heutzutage single?

Donnerstag, 25. Januar 2007
Warum sind so viele Menschen eigentlich heutzutage single? Ich meine, woran liegt das? Warum gerade in unserer Zeit? Warum gab es früher weniger Singles? Ist es weil wir den Partner weniger brauchen als früher? Dieses Argument ist bestimmt für einen gewissen Prozentsatz der Singles verantwortlich und ich glaube, dass hier die Emanzipation der Frauen eine große Rolle spielt. Früher investierten die Eltern kaum in die Ausbildung einer Tochter, da diese eh heiraten, Kinder kriegen und von ihrem Mann ernährt werden würde, Punkt. Die jungen Frauen waren darauf angewiesen sich einen zu angeln oder sich angeln zu lassen, zumindest galt dies für einen Großteil. So was gibt es heute kaum noch. Bildung und Eigenständigkeit ist für die heutigen Frauen selbstverständlich, was ja auch eine positive Entwicklung ist, obwohl es einigen von uns Männern wahrscheinlich hier und da nicht schmeckt. Aber was hat das mit all den Singles zu tun? Warum geht man eine Beziehung ein? Klar, aus Liebe! Wenn die Unabhängigkeit der Frauen, bzw. der Wegfall der Abhängigkeit der Frauen zu einem Mann, der sie und ihre Kinder ernährt nun also ein Grund für die steigende Zahl der Singles sein sollte, dann sollte man dieser Entwicklung doch dankbar sein, da sie anscheinend nur zweckgebundene Liaisonen elemeniert und nicht die aus Liebe. Oder? Bleiben wir doch beim Thema, dem Grund eine Beziehung einzugehen. Warum sollte man heute noch eine Beziehung eingehen? Wie es scheint verschwinden immer mehr die oberfälchlichen Gründe. Die Frauen werden unabhängiger, verdienen ihr eigenes Geld, haben ihren eigenen Job und können auch alleine ihre Kinder großziehen. Im Gegenzug lernen die Männer kochen, waschen, bügeln. Es gibt spezielle Single-Reiseangebote, Single-Portionen im Supermarkt. Es scheint als wäre das Singledasein die volkswirtschaftliche Offenbarung. Schließlich braucht jeder Single zwei statt eine Wohnung, Waschmaschine, Spülmaschine, Mikrowelle und vieles mehr. Zwei Verbraucher, zwei Haushalte, zwei Konsumenten mit unabhängigen separaten Fixkosten, herrlich! Und man ist ja so unabhägig. Die Überstunden im Büro sind kein Thema mehr, denn die Frau warte ja nicht zu hause mit dem Essen und dem Curry-King ist es egal wann man ihn aus seinem Kälteschlaf erweckt. Es klingt alles so toll, so modern, so unabhängig, leistungsorientiert. Ist es vielleicht die Zeit in der wir leben, die uns dazu zwingt Single zu sein? Ist eine Beziehung zum Luxus geworden den wir uns nicht mehr Leisten können? Ist vielleicht der wahre Grund - die Liebe - unter einem Berg von Selbstverwirklichung und Verpflichtungen begraben? Die Liebe, ein volkswirtschaftlich zu unsicherer Faktor? Kinder, Freizeit, die eventuelle Scheidung nicht mehr bezahlbar? Wahrscheinlich ist unser Leben kein guter Nährboden für Beziehungen. Schließlich bedeutet jede Beziehung ein Stück von sich selbst aufzugeben. Man ist kein Individuum mehr, man ist abhängig und muss, ab einem gewissen Punkt, Verantwortung übernehmen und Verantwortung wird meisstens als lästig empfunden. Es lebe die Freiheit! Und doch wird sich wohl der Großteil der Singles nach einer Beziehung sehnen, was nicht zuletzt durch die Verbreitung von Internet-Singlebörsen atestiert wird. Und wer sich hier einmal die Anforderungen der Damen an ihren Zukünftigen ansieht, der kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. 'Wie Brad Pitt' soll er aussehen, zärtlich, einfühlsam, ein richtiger Schmusebär. Er sollte aber auch hart durchgreifen können, wenn es von Ihm verlangt wird. Ein richtiger Mann eben, wie aus der Cool Water Werbung, so sind doch richtige Männer, oder?

Mein Lied der Woche...

Mittwoch, 24. Mai 2006
...ist "Tanz der Moleküle" von MIA.
Die Melodie geht sofort ins Ohr und verläßt es darauf hin für den Rest des Tages auch nicht mehr. Schöner Einstieg und Aufbau, der einem die Endorphine in die Blutbahn treibt. Ein gewohnt emotionaler Text rundet die ganze Sache ab. Ich muss es immer gleich mehrmals hören. Für alle Verliebten und die, die es werden wollen ;-)

Und was wäre ich für ein Dienstleister, wenn ich das Lied nicht gleich zum download anbieten würde ;-)

tete is back in global-village

Montag, 22. Mai 2006
Für alle die, die schon nicht mehr damit gerechnet haben, es ist geschehen. Doch was? Ist der Heiland zurückgekehrt? George Bush zurückgetreten? Nein! Besser! Ein Blick in eure Buddy-List sagt euch: Ich bin wieder ein vollwertiges Mitglied der Online-Gesellschaft. Endlich bin ich wieder per Skype, ICQ, E-Mail, SMS, Telefon, Handy, Post, Morse-, Rauchzeichen (bitte langsam), Face2Face und Joghurtbecher zu erreichen. Das bringt mich gerade zu der Frage, ob die Anzahl der Kommunikationskanäle tatsächlich proportional zur Anzahl der gepflegten Kontakte steht ... egal, zumindest zieht die Ausrede "Du warst nicht zu erreichen" nie mehr. Mein E-Mail-Client hat sich übrigens einen Wolf geschrubbt, als er die ganzen Mails runtergeladen hat. Irgendwas um die 300 waren's, klingt krass, das meisste ist aber uninteressant und außerdem kannte ich die Mails alle schon, hab ich ja immer in der Uni, auf'e Arbeit und in Haan abgeholt.
Irgendwie brauch ich das, nicht die Mails, sondern diese Internetgeschichte. Ich hab z.B. hier den Tag über das DSL installiert, was ja im Grunde genommen nicht so schwierig ist. Jetzt kam aber noch hinzu, dass ja jetzt auch das Telefon über's Internet läuft, also musste das auch noch eingerichtet werden, auch kein Problem. Jedoch wollte eins der beiden schnurlosen Telefone irgendwie kein Freizeichen ausspucken. Was macht da der Informatiker als erstes? Richtig neu starten. Also Akku raus, Akku rei... nicht so schnell. Bei Akku raus ist nämlich die Lötstelle mitgekommen, Mist. Telefon im Arsch. Also auf zu eBay, kurzen Überblick über die in den nächsten 5 Minuten auslaufenden schnurlosen Telefone unter 20 Euro verschafft, geboten, 3, 2, 1, meins, online überwiesen fertig, hat keine viertel Stunde gedauert. Ist schon toll das mit dem Internet. Man könnte fast den Eindruck bekommen, dass es fast so ist wie mit den Anwälten, es löst Probleme die es ohne es gar nicht geben würde (sorry Christoph ;-) ). Nein, ganz so schlimm ist es ja nicht, ich bin auf jeden Fall froh wieder connected zu sein, egal warum.

Ich leb Offline...

Freitag, 28. April 2006
... und das schon seit mehreren Wochen. Unglaublich, ich fühle mich in die Steinzeit zurück versetzt. Was machte man eigentlich mit Computern, als es noch kein Internet gab? Textverarbeitung, tolle Wurst! So viele Fragen, wie 'wann kommt die U-Bahn?', 'wie wird morgen das Wetter?', 'wie ist das Wetter zur Zeit?' scheinen unbeantwortbar ;-). In Zeiten wie diesen kriegt man erst mal mit wie abhängig man sich von so einem Medium gemacht hat und wie bei jeder Droge ist der kalte Entzug hart. Da ist Beschäftigungstherapie gefragt. Man entdeckt andere Formen der Informationsgewinnung wieder und hat plötzlich auch wieder mehr Zeit für die kleinen netten Gespräche mit den Mitbewohnern in der Küche. Nicht dass man die zu Internetzeiten nicht gehabt hätte, aber irgendwie saß man halt alleine vor'm Computer. Es hat also auch alles eine positive Seite. Trotzdem ist das Ganze kein Zustand. Aber vielleicht lernt man ja was draus, zum Beispiel dass man sich von gewissen Dingen nicht allzu abhängig machen sollte und dass es Chats auch in der realen Welt gibt. Jetzt frag ich mich schon die ganze Zeit während ich das hier schreibe, wie ich das jemals ins Internet kriegen soll, mal sehen.

Hier schneit's...

Mittwoch, 5. April 2006
...ich krieg die Kriese!!!
Das kann doch nicht wahr sein. Ich will nicht mehr dicke Jacken, Halsschmerzen und Heizungsluft. Ich sehe mich nach Mückenstichen, Sonnenbrand und Schweißflecken, SOFORT!!!

Umstellungen wegen der Zeit

Donnerstag, 30. März 2006
Ich weiß ja nicht wie's dem Rest der Welt geht, bzw. ob es das im Rest der Welt überhaupt so überall gibt, aber ich brauche bei so einer Zeitumstellung immer wahnsinnig viel Zeit und zwar um mich an die neue Zeit zu gewöhnen. Vor allem jetzt, wo einem eine Stunde geklaut wurde. Aber es bleibt ja nicht bei der einen Stunde. Bis man erst mal alle Uhren gefunden und umgestellt hat vergeht schließlich auch genügend Zeit. Zum Glück stellen sich zumindest die Computer heutzutage von selbst um. Und selbst wenn auch die letzte Bedienungsanleitung des letzten Reiseweckers gefunden und das gute Stücke endlich wieder richtig tickt, es fehlt trotzdem was. Ich bin jeden Morgen unausgeschlafen und ständig hab ich das Gefühl, dass der Tag an mir vorbeirauscht. 'Was schon xx Uhr!', wie oft hab ich das schon diese Woche gedacht. Bezüglich des Schlafs ist das natürlich blöd, aber im Büro ist es geradezu eine Wohltat. Oh, schon wieder Mittagspause ... und der Feierabend kommt bestimmt auch schneller als man denkt ;-)