Die Tropeninsel

Nach jenem ersten, erschreckenden Erlebnis mit der tropischen Vegetation lernten wir tags darauf (ein Sonntag), dass auch das tropische Wetter seine Schattenseiten hat: Es regnete quasi den ganzen Tag! Aber irgendwo muß das ganze Grün ja auch herkommen. Wir nutzen ein Loch in den Wolken, um ein wenig am Strand entlangzuwandern. Nach einigen Buchten erreichten wir den berühmten "roten Felsen", einen Pilgerort für den Körperkult: mit seinem berühmten roten Schlamm kann man sich wohltuende Ganzkörperpeelings verpassen. Natürlich unterzog ich mich, unter Bas Gelächter, dieser Prozedur...
Der Montagmorgen bereitete uns eine besondere Überraschung: die Sonne schien! So beschlossen wir, den Tag faul am Strand rumzuhängen. Beim Kokosmilchschluerfen am Strand durften wir die einheimischen Brasilianer beim Zaubern mit dem Fussball oder beim Capoeiratanzen beobachten. Wenn Brasilianer sich mit dem Fussball beschaeftigen, heisst das allerdings nicht unbedingt, dass sie "Futschibol" spielen, eine andere sehr beliebte Sportart ist "Futschivolley". Das funktioniert genauso wie Volleyball, nur dass nicht die Haende sondern ausschliesslich die Fuesse benutzt werden, falls kein Netz zur Verfuegung steht, wird alternativ einfach der Ball im Kreis weitergegeben, natuerlich nie ohne artistische Einlagen... Abends begaben wir uns noch zu der alten Festung, einem beliebten Ort den Sonnenuntergang zu geniessen. Da aber irgendwie ja doch alle Sonnenuntergaenge gleich sind, zog vor allem der Schwarm Delfine unsere Aufmerksamkeit auf sich. Wir hatten Glueck uns konnten tatsaechlich 2 beim Springen beobachten!
Dienstag morgen beschlossen wir, trotz des verhangenen Himmels, an einer Inselumrundung mit einem Schnellboot teilzunehmen, die uns als eines der Highlights eines Inselaufenthalts empfohlen worden war. Leider fiehlen die zwei geplante Schnorchelstopps aus, da das Boot aufgrund des Seegangs und undurchsichtigen Wassers nicht dorthin navigieren konnte und wir in der braunen Bruehe ohnehin nichts gesehen haetten... tja, so ist das halt in den Tropen, unberechenbares Wetter... Naja, dafuer riss nach einiger Zeit der Himmel auf und wir verbrachten einen netten sonnigen Tag an verschiedenen sehr huebschen Straenden. Ein Stopp fuehrte uns zu einem schwimmenden Austernrestaurant, wo jeder der wollte (Bas wollte nicht) Suesswasseraustern probieren durfte. Dafuer hat Bas aber eine fritierte Seenadel gegessen und sie hat ihm sogar geschmeckt!
An unserem letzten Tag mieteten wir uns Fahrraeder um noch ein bisschen weiter Straende zu erkunden. Leider zwang uns ein undurchdringlicher Mangrovenwald zur Rueckkehr. Schoen wars trotzdem!
Kulinarisch hatte unser Inselaufenthalt auch so einiges zu bieten, die Bahianische Kueche ist schliesslich die beruehmteste Brasiliens. Besonders hervorzuheben die "Moqueca", ein Eintopf aus Fisch oder Fleich und Palmensaft, Gemuese und scharfen Gewuerzen. Wir entdeckten ausserdem ein zweites neues Lieblingsgetraenk (neben Kokosmilch): tropische Cocktails, die an reich mit Obst verzierten Staenden frisch vor unseren Augen zubereitet wurden.... mmh

Trackbacks

    Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: (Linear | Verschachtelt)

    Noch keine Kommentare


Kommentar schreiben


Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA