köln einmal anders

Bis vor wenigen Monaten habe ich Uruguay in meinem Kopf in der selben Rubrik geführt wie zum Beispiel die Mongolei. Länder die einem so fern und unerforscht vorkommen, dass man sich noch nicht mal sicher ist auf welchem Kontinent sie sich befinden. Nun, Uruguay ist schon seit geraumer Zeit in Südamerika und wie der Zufall will auch ein Nachbarland von Argentinien und von Buenos Aires in knapp zwei Stunden mit dem Boot zu erreichen.
Da Touristenvisa nur drei Monate gültig sind, muß ich (und auch alle anderen nicht-Argentinier die ich hier kennengelernt habe) regelmäßig ins Ausland. Und was liegt da näher als Uruguay? Deshalb habe ich mich heute morgen nach 3 Stunden Schlaf aus dem Bett gequält um mit Claire (ohne Schlaf) Colonia zu bereisen. Aber nicht DAS Colonia, berühmt geworden durch den FC oder das Colonia-Duett. Auch nicht DIESES Colonia, das es in letzter Zeit zu eher zweifelhafter Berühmtheit gebracht hat. Nein, das von mir bereiste Colonia trägt den Beinamen "del Sacramento" und wurde gegründet, um Güter besser nach und von Buenos Aires schmuggeln zu können.
Die Bootsfahrt in Flugzeugsitzen (sogar mit Check-In und Boarding-Pass) verlief ruhig aber für mich leider schlaflos. Kaum das Hafengebäude verlassen, da lacht uns eine Moped-Vermietung (eine von 15, wie wir später feststellten) an und die Aussicht den Tag ohne viel Anstrengung zu erleben. Claire fühlte sich aufgrund des noch vorherrschenden Alkoholpegels den ganzen Tag nicht fähig zu fahren und so entfielen auch die lästigen Schnick-Schnack-Schnuck Runden vor jedem Anfahren.
Colonia hat eine sehr schöne Altstadt die Weltkulturerbe ist (noch eine Gemeinsamkeit mit Colonia am Rhein) und in deren alten Gäßchen und Plätzen eine Ruhe herrscht, die man nach zweieinhalb Monaten Buenos Aires sehr zu schätzen weiß (gestört wird die Ruhe nur durch unser Moped, aber das ist ja selbstproduzierter Lärm). Nachdem wir also pflichtbewußt einmal durch die Altstadt getuckert sind, machten wir uns auf zum Strand wo wir erstmal eine längere Siesta einlegten. In der Sonne war es angenehm warm aber nicht zu heiß, quasi das perfekte Wetter. Nach einer leckeren Pizza und dem kitschig-schönen Sonnenuntergang am Strand brachten wir das Moped zurück, bestiegen die Fähre und kehrten zurück in die große Stadt....
das nächste Reiseziel steht übrigens auch schon fest!

Trackbacks

  1. Uruguay

    Wer immer mal in den Blog schaut wird sich sicher schon über unsere ausbleibenden Einträge gewundert haben. Das ist nicht darauf zurückzuführen, dass wir nichts erlebt haben, sondern dass wir so viel erlebt haben. Deswegen fang ich jetzt einfach mal a

Kommentare

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  1. florian schreibt:

    Urlauber!

  2. Johanna schreibt:

    allerdings!


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