I am sailing....

Sind nach einer 5-taegigen Bootsfahrt, die allerdings nicht dort endete wo sie enden sollte, in Kolumbien angekommen. Los gings am 25. morgens um 4. 3 Stunden mit einem 4-Wheel-Drive durch den Wald ans Meer ins Gebiet der Kuna. Dort wurden wir abgeholt und mit dem Motorboot zu unserem Segelschiff gebracht, wo uns unser Captain Frederico (brasilianisch-franzoesischer Abstammung) und sein Gehilfen Arnaud (franzoesischer Abstammung) erwarteten. Neben Frederico und Arnaud lernten wir ausserdem unsere 10 Mitreisenden aus Holland, England, USA und Kanada kennen. Den ersten Tag verbrachten wir vor der Ein- und Ausreise-Insel (El Porvenir), auf der es neben der Einwanderungsbehoerde noch ein Restaurant, ca. 5 Haeuser und einige Kokospalmen gibt. Der Sand war weiss, das Wasser tuerkis und klar und der Himmel leicht bewoelkt - wie man die Karibik aus den Katalogen kennt. Bas hat beim schnorcheln einen Adlerrochen gesehen! Am Nachmittag gabs noch einen kleinen Ausflug in ein Kunadorf. Am naechsten Morgen wurde fuer ca. 1 h gesegelt, dann legten wir vor der 2. Insel - Chichimen - an, wo wir den Tag wieder mit schwimmen, schorcheln (wieder mit Adlerrochen), lesen und essen verbrachten. Ausserdem erkundeten wir die 2 am naechst gelegenen Inseln auf denen jeweils ca. 3 Familien leben. Tag 3 sah aehnlich aus, ausser dass wir 3 h segelten um zu den Cayos Holandeses zu gelangen und abends ein Lagerfeuer am Strand machten. Von den 258 San Blas Inseln sind uebrigens schon 2 untergegangen auf Grund der Erhoehung des Meeresspiegels!

Am 4. Tag wars dann vorbei mit dem gemuetlichen Rumhaengen und die eigentliche Ueberfahrt nach Kolumbien begann. Eigentlich war der Plan irgendwann morgens loszusegeln und dann am 5. Tag abends in Cartagena anzukommen. Morgens nach dem Fruehstueck informierte uns Frederico jedoch, dass er umdisponieren muesse, da vor Cartagena ein Sturm mit vier Meter hohen Wellen tobte. Der Plan war nun, naeher an der Kueste entlangzusegeln und ueber die Isla Fuerte (Kolumbien) nach Cartagena zu gelangen. Ausserdem verbot er uns noch ins Wasser zu fallen, da 70% aller Menschen ertrinken die bei hoher See ueber Bord gehen. Nachdem alles an Bord gut verstaut worden war und alle gut zugedroehnt von den Seekrankheitstabletten irgendwo herumdoesten (Bas hat uebrigens keine genommen!), gings los. Sobald wir das Riff verlassen hatten, wurde es wild und ich begann den Horizont zu fixieren... Nach 2 Stunden uebergab sich der Kanadier. Die Wellen wurden immer hoeher als wir die Kontinentalplatte verliessen und aufs offene Meer kamen wurde es richtig wild (1,50-2m hohe Wellen) und ich war die naechste an der Reling. Bas lag inzwischen im Bett und schlief. Nachdem mein Magen leer war habe ich mich dann auch ins Bett begeben und es bis zum naechsten Mittag nicht mehr verlassen. Am fruehen Abend wurde die See dann so wild (3,50m hohe Wellen die ueber das Boot schwappten), dass der Captain komplett den Kurs aenderte und direkt auf die Kueste zusteuerte. Habe ich aber alles nicht mehr mitbekommen, war im Dilirium. Am naechsten Mittag wurde es dann endlich ruhiger, so dass ich das Bett verlassen konnte. Wir durften auch wieder vorne auf dem Boot sitzen.

Am spaeten Nachmittag erreichten wir Sapzurro, ein kolumbianisches Dorf direkt an der Grenze zu Panama (Cabo Tiburón). Der erste Eintrag von Kolumbien war super - bunte Haeuser und alle haengen draussen herum. Sapzurro war bis vor 5 Jahren noch eine Hochburg der FARC, wurde dann aber von dieser befreit und entwickelt sich seitdem in einen kleinen Ferienort fuer Kolumbianer. Es ist umgeben vom Meer und wunderschoenem Regenwald (Teil des Darién). Der Kapitaen stellte uns frei ob wir am naechsten morgen mit ihm weiter nach Cartagena segeln wollten (mind. weitere 36 Stunden) oder aber auf dem See- und Landweg weiterreisen wollten. Die meisten entschieden sich direkt das Boot zu verlassen. Bas und ich waren noch hin- und hergerissen (man kann es eigentlich kaum glauben). Als wir dann allerdings erfuhren dass der Sturm vor Cartagena immer noch tobte und sogar der Hafen geschlossen sei und es daher noch mind. 48 h dauern wuerde dorthin zu segeln, entschieden wir uns gegen das Dilirium und fuer eine eintaegige Ueberlandtour nach Cartagena.

Dort kamen wir dann auch am naechsten Abend gegen 22 Uhr mit 8 anderen Mitreisenden endlich an. Wir wohnen jetzt zu 8 in einem netten Hostal in der Altstadt und geniessen Kolumbien. Dazu mehr im naechsten Artikel...

Morgens am Pier


Tanken an einer Kunatankstelle (man achte auf die traditionelle Bein- und Armdekoration der Kunadame)


Schweinestall


Die Sacanagem


Einwanderungsbehoerde


>
wunderschoen


Arnaud bei der Vorbereitung des Abendessens (leider nicht selbst gefangen)


...und bei der Vorbereitung des Fruehstuecks


Bas beim Uebersetzen


Bas beim Balancieren


... und das obligatorische Hochspringfoto


Fruehstueck auf hoher See (harte Arbeit)


Land in Sicht (Sapzurro)

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Kommentare

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  1. Rose schreibt:

    Beim Frühstück schon direkt wieder eingeschlafen? Ein stressiges Leben habt ihr da ;-)

  2. johanna schreibt:

    ich habe nicht geschlafen, ich habe mich darauf konzentriert dass das essen im bauch bleibt! hohe see ist ganz schoen stressig!

  3. Maud schreibt:

    Hola !!

    I absolutely love the pictures of you jump in the sea ! The face of BAS is legend !!!

    xxxx, miss you !

    Maud


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